Das allgemeine Leben

#HappySolista-Me, myself and I-oder warum Alleinsein gut tut Von Felicitas Dieterle

 

Me, myself and I…so beginnt ein Song einer meiner Lieblingssängerinnen, der amerikanischen Jazz-Legende Billie Holliday-und nichts kann für mich besser ausdrücken, dass Alleinsein und Einsamkeit zwei völlig verschiedene Dinge sind.

Mein schönstes Weihnachtsfest verbrachte ich in Paris-allein. Das war damals, als ich gerade Witwe geworden war. Ich hatte beschlossen, über die Feiertage zu verreisen-ehrlich gesagt, weil ich mir selbst nicht ganz traute. Ich hatte ein wenig Angst davor, was mit mir geschehen könnte.

Am Morgen des 23.12.2014 fuhr ich in aller Frühe mit dem Taxi zum Bahnhof und stieg dann in den TGW nach Paris. Ich schlief im Zug, weil ich die Nacht über aufgeblieben war. Das mache ich immer so, wenn ich sehr früh am Morgen los muss. Als ausgemachte „Nachteule“ ist das so am besten für mich-dann kann ich nicht verschlafen!

3 Stunden später kam ich am Gare del Est in Paris an. Der Bahnhof ist traumhaft schön! Großzügige Halle, viele Läden, schöne Atmosphäre. Ich holte mir erst mal einen Kaffee und etwas zu essen, damit ich wach wurde und bummelte durch die Bahnhofshalle, um mir alles anzusehen. Dann hielt ich Ausschau nach einem Taxi.

Ich sagte dem Fahrer: Mercure Hotel,  20 Rue Jean Rey, s’il vous plaît und er brachte mich dort hin. Ich checkte ein, brachte mein Gepäck aufs Zimmer und ging wieder hinunter in die Halle. Das Foyer war weihnachtlich geschmückt und sah einfach toll aus!

Etwas später traf mein Travel-Guide ein. Ich hatte eine Stadtführung gebucht, um mir ein wenig Orientierung zu verschaffen. Außer mir war noch ein amerikanisches Ehepaar mit dabei.

Wir stiegen ins Auto der Reiseführerin, einer jungen Frau. Sie erzählte uns, dass sie Studentin ist und sich mit Stadtführungen etwas nebenbei verdient. Da fuhren wir nun…ich war aufgeregt. Sie erzählte uns eine Menge über die Geschichte von Paris und seiner Gebäude. Ein ums andere Mal zückte ich meine Kamera, atmete tief ein und dachte „Wow!!!“. Ich sah all die berühmten Plätze, Gebäude und Wahrzeichen der Stadt und konnte irgendwie gar nicht glauben, dass ich dort war! Für mich gibt es nichts Schöneres, als auf Erkundungstour zu sein! Alles ist neu und aufregend, ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinsehen soll und ich fühle mich absolut frei, lebendig, glücklich!

Die Stadtführung dauerte drei Stunden. Ich hatte eine Menge Fotos gemacht. Als wir wieder zum Hotel zurück fuhren, war es bereits Abend und ich überlegte, wohin ich zum Essen gehen könnte. In der Straße, in der mein Hotel war, gab es einige Cafés, die direkt nebeneinander lagen. Eines gefiel mir besonders. Es hieß Café Ribe. Dort ging ich hinein. Es war ein gemütlicher, kleiner Laden mit sehr schönem Ambiente! Ich setze mich an einen der Tische, der Kellner nahm meine Bestellung auf und ich saß einfach da, ließ meine Gedanken fließen und beobachtete die Leute rings um mich: Touristen, Einheimische…viele Familien und junge Leute-wahrscheinlich Studenten. Die Kellner flitzten geschäftig hin und her, hatten jedoch trotzdem noch Zeit, untereinander Witze zu machen und sich gegenseitig aufzuziehen.

Es war einfach schön dort! Irgendwie vergaß ich Raum und Zeit, während ich mich in Betrachtungen und Gedanken verlor…

Es war spät geworden und ich war einer der letzten Gäste. Das Essen war hervorragend gewesen, der Service auch und ich ging glücklich hinüber in mein Hotel und zu Bett.

Am nächsten Morgen wachte ich ausgeruht auf, machte mich zurecht und ging hinunter, um zu frühstücken. Café auch lait und Croissant.

Es schmeckte wunderbar! Die Croissants waren warm, was das Aroma noch unterstützte!

Nach dem Frühstück ging ich dann auf Entdeckungsreise. Durch die gestrige Stadtführung hatte ich mir einen Überblick verschafft und wusste nun, wie ich ins Stadtzentrum komme. So ging ich los. Der Weg führte entlang der Seine an einigen Brücken vorbei. Die Luft war klar und sehr kalt-wie Champagner! Es war herrlich!

Als ich schließlich den Place de la Concorde erreichte, sah ich den wunderschönen Weihnachtsmarkt von Paris! Ich entschied mich, zuerst dorthin zu gehen. All die Lichter, die festliche Stimmung, so viel zu entdecken…Ich werde diesen Augenblick niemals in meinem Leben vergessen-diesen Augenblick, in dem ich erkannte, dass ich niemals in meinem Leben einen schöneren 24.Dezember verbracht hatte!!!

Abends ging ich wieder in „mein“ Café. Es war ein traumhafter Tag! Während der nächsten 6 Tage erkundete ich täglich eine andere Ecke der Stadt, machte viele Fotos, ließ mich von der französischen Confiserie-Kunst verführen und verbrachte einen Abend im berühmten Varieté-Theater Moulin Rouge. Für mich als Tanz-Fan ein echter Leckerbissen. Ich bewunderte die Beweglichkeit der Tänzer und Tänzerinnen und verfolgte gebannt die verschiedenen Choreographien. Es war großartig!

Am Neujahrstag fuhr ich dann wieder nach Hause. Es war das schönste Weihnachten meines Lebens und ich werde mich immer voller Liebe und Dankbarkeit daran erinnern!

Ihr seht also, wie toll es sein kann, Zeit mit sich selbst zu verbringen und ich hoffe und wünsche Euch, dass Ihr auch mal so ein wundervolles Erlebnis habt, wie ich es an Weihnachten 2014 hatte.

 

 

 

 

Allgemein, Das allgemeine Leben

So zauberst Du einen echt kreativen Adventskalender

Hallo, meine Lieben!

Tja-und schon wieder ist ein Jahr rum…

Am kommenden Sonntag ist bereits der erste Advent. Habt Ihr noch Adventskalender? Was? Nicht?  Ist doch nur was für Kinder? Näääää!!!

Ich verrate Euch in meinem heutigen Blogartikel, wie Ihr die Erwachsenen-Version eines Adventskalenders gestalten könnt:

In einem Adventskalender muss nicht zwangsläufig etwas Süßes stecken. Meine Idee: Ich fülle ihn mit Träumen! Das ist perfekt als Geschenk für jemanden, den Ihr sehr gut kennt, z.B. Euren Liebsten. Aber auch für enge Freunde ist diese Idee prima. Ihr zeigt damit dem für Euch wichtigen Menschen, dass Ihr ihn „seht“, dass Ihr wisst, wer er ist. Das ist die schönste Form von Respekt und Aufmerksamkeit, die Ihr jemandem zuteil werden lassen könnt.

Neben den großen, spektakulären Lebensträumen haben wir doch alle so unsere tausend kleinen „Träumchen“-Dinge, die unter der Überschrift stehen:“Das wollte ich immer mal tun!“. Ich z.B. wollte schon immer mal ein Lagerfeuer an einem Strand machen und dann dort übernachten. (Diese Szene kommt in einem meiner Lieblingsfilme vor.)

Ich wollte auch schon immer auf das Dach eines hohen Gebäudes gehen und von dort aus den Sonnenaufgang über der Stadt beobachten.

Ein weiterer Traum von mir( der mich allerdings ziemlich Überwindung kosten würde wegen meines Lampenfiebers) ist es, in einem Poetry Slam –Club aufzutreten.

Ein anderer Traum ist ein  Themen-Fotoshooting. Tipp: Ihr könnt Träume auf verschiedenste Weise ausleben. Ein Fotoshooting z.B. gibt Euch die Möglichkeit, alles zu sein, was sein Ihr wollt-für einen Tag. So etwas kann eine sehr schöne, bereichernde Erfahrung sein.

Dies sind nur einige MEINER persönlichen „Das-wollte-ich-schon-immer-mal-tun-Träume“.

Jetzt seid Ihr dran!

Ihr braucht:

  1. Bastelkarton
  2. Einen dicken Filzstift, am besten in Silber oder Gold
  3. Einen Füllfederhalter zum Aufschreiben der Träume (Tipp: Nehmt Dufttinte zum Schreiben, dann riecht Euer Kalender auch noch gut! Eine schöne Auswahl findet Ihr beim Esoteris- Versand: http//www.esoteris-versand.de )
  4. Weihnachtliche Motive
  5. Schönes Geschenkband
  6. Edles Briefpapier
  7. Kleber
  8. Eine Schere

So geht Ihr vor:

  • Findet 24 Dinge heraus, die Euer Liebster oder ein enger Freund/ Freundin schon immer gern mal tun wollte.  Tipp: Wenn Du den Kalender für Deinen Liebsten gestaltest, dann macht das doch gegenseitig: Er gestaltet Dir einen Kalender und Du ihm. Ich bin sicher , das wird ein unvergesslicher Advent für Euch-mit nachhaltiger Wirkung denn das Beste,das wir schenken können, sind doch Erinnerungen an schöne Erlebnisse…. Es sollten lauter Wünsche und Träume sein,  die sich relativ leicht und mit wenig Aufwand verwirklichen lassen und es darf  jeder Lebensbereich einbezogen werden. Es können z.B. Filmszenen aus Lieblingsfilmen oder –büchern sein, die nachgestellt werden oder ein Fotoshooting zu einem bestimmten Thema (wer will ich sein-für einen Tag?) oder neue Dinge, die Ihr gern lernen oder mal ausprobieren wollt…etc.pp)
  • Beschafft Euch schönes Papier und gestaltet „Gutscheine“. Auf jeden davon schreibt Ihr einen Traum desjenigen, den Ihr beschenken wollt.
  • Kauft Euch hübsches Geschenkband und Bastelkarton, rollt die Gutscheine zusammen, wickelt das Geschenkband darum und befestigt  sie mit Kleber auf dem Bastelkarton.
  • Schreibt jetzt über jeden Gutschein die Zahlen 1-24 mit Eurem silbernen oder goldenen Filzstift.
  • Nun verziert Ihr den Kalender noch mit weihnachtlichen Motiven und klebt auf die Rückseite Eure Öse zum Aufhängen-und schon habt Ihr ein kreatives DIY-Geschenk, mit dem Ihr richtig beeindrucken könnt!

Viel Spaß beim Nachmachen!

 

Vorweihnachtlich die Eure-Felicitas

Allgemein, Das allgemeine Leben

#Mindset-Ninja-Strategien, die Dich stark machen:Rezension:Turn your dreams into plans von Felicitas Dieterle

Hallo, meine Lieben!

Heute möchte ich Euch von einem ganz bersonderen Workbook berichten, dass ich ausprobieren durfte. Es heißt: „Mein bestes Jahr 2018“. kreiert wurde es von den Verantwortlichen: Susanne Pilokat-Tangen, Laura Roth, Nicole Frenken sowie dem gesamten Team der Facebook-Gruppe „Mein bestes Jahr“. Diese Power-Frauen haben es sich zur Aufgabe gemacht,  für alle Träumerinnen, Neu-Durchstarterinnen und Visionärinnen ein motivierendes, unterstützendes Umfeld zu schaffen, damit jede von ihnen ihre gesteckten Ziele mit Spaß und viel Selbsterkenntnis erreicht.

Das Arbeitsbuch selbst ist wunderbar gestaltet und bietet kreative Übungen genauso, wie inspirierende Fallgeschichten von Menschen, die erfolgreich ihre Träume leben.

Vom Plan zur Tat

Mir gefiel u.a. ganz besonders die Übung: “ Träumen, Planen, Umsetzen“ ( Seiten 29-45 im Workbook). Dort ging es darum, eine detaillierte Vision zu entwerfen: Wie genau soll MEIN Jahr 2018 sein? WAS will ich mit WEM erleben? Welche meiner Interessen will ich intensiver verfolgen? Mit welchen Menschen will ich mich umgeben,? Wie soll meine persönliche Auszeit( Urlaub) sich gestalten? Wovon will ich mich befreien? Aber auch Fragen, wie: “ Welche Personen aus Deinem Bekanntenkreis oder aus dem Kreis berühmter Persönlichkeiten würdest Du zu Deinen Beratern machen?“, “ Was würde Dir Dein 88-jähriges Alter Ego in Bezug auf Dein bestes Jahr raten-was sollst Du tun?“ Sehr kreativ , schön und hilfreich fand ich die Übung: “ Stelle Dir eine unterstützende Ahnengalerie zusammen“. Was Power und Durchhaltevermögen angeht, ist unsere Großeltern-und Urgroßelterngeneration unübertroffen und auch, was das Meistern von Krisen betrifft. Als Kriegs-Erfahrene hatten sie mit den essentiellen Problemen des Lebens-besser gesagt des Überlebens-zu kämpfen. Damit sind sie wunderbare Vorbilder für uns, denn wenn es in unserer Ahnenreihe Menschen gab, die Kriege überlebt und sich danach ein neues Leben aufgebaut haben-oft noch weit von dort entfernt, wo sie aufgewachsen sind  und in vielen Fällen mehr oder minder traumatisiert von den Erlebnissen während des Krieges,  dann haben wir deren Stärke in uns und erreichen unsere Ziele erst recht!

Erhalte Deine persönliche Lebens-Vision!

Ich habe die Übung“Träumen, Planen, Umsetzen komplett gemacht und kann sie nur begeistert weiterempfehlen, weil sie in ihrer Gesamtheit am Ende eine Vision bildet, die Du dann Schritt für Schritt umsetzen kannst. Dir wird klar, welche Eigenschaften an Menschen Dich beeindrucken, das hilft Dir dabei, sie selbst zu entwickeln und Dich mit denen zu umgeben, die diese Eigenschaft bereits besitzen.

Indem Du intensiv über Deine Vorlieben und Interessen nachdenkst, wird Dir bewusst, was Dir in Deinem Leben wichtig ist, was Dir darin fehlt und Du kannst dadurch lernen, Dein Leben in diesem Sinne ausgeglichener zu gestalten.

Die Frage nach Vorbildern, möglichen Beratern oder hilfreichen Ahnen gibt Dir einen Hinweis darauf, WAS Du von anderen Menschen brauchst bzw. welche Eigenschaften Du in Dir selbst mehr entwickeln möchtest.

Inspirierende Fallgeschichten als zusätzliches „Goodie“ sind  einmal mehr Treibstoff für die Seele. Allein die Übung zu machen, versetzt Dich bereits in eine schwungvolle, positive Stimmung, denn Du erkennst auf einmal, WAS alles möglich ist!

Fazit: Es gibt nichts Schöneres, als sich selbst kennen zu lernen und zu erfahren, dass man sich jederzeit dazu entschließen kann, neu durchzustarten und das Leben zu führen, von dem man träumt.

Hier sind weitere Übungen aus dem Workbook, die ich Euch ebenfalls sehr empfehlen kann und die mir sehr gut gefallen haben:

MbJ_2018_Workbook (Seite 46).pdf

MbJ_2018_Workbook (Seite 31).pdf

MbJ_2018_Workbook (Seite 31).pdf

www.meinbestesjahr.de

MbJ_2018_Workbook (Seite 31).pdf

Eure  Felicitas

PS: Freut Euch auch auf die nachfolgenden Artikel der Blogparade „Mein bestes Jahr 2018“ :

Julia Tenaglia, 26.11.17, http://www.bodysoulfamily.de

Yvonne Paternó, 26.11.17 http://www.marmarmizers.com

Natascha Schlienz, 26.11.17- http://www.nataschaschlienz.com

 

 

Allgemein, Das allgemeine Leben

#HappySolista-Die Wahrheit über Einzelgänger und Vorurteile

Hallo, meine Lieben!

Heute möchte ich mit Euch über den Menschentyp „Einzelgänger“ sprechen.

Einzelgänger-das sind Menschen, die sich selbst  genug sind, die kein so ausgeprägtes Bedürfnis nach Gesellschaft haben. Leider werden sie oft mit teils verletzenden Vorurteilen konfrontiert, wie Ihr in meinem Beitrag#10 Vorurteile gegenüber Einzelgängern lesen konntet.

Mir selbst ist das auch passiert-ist noch gar nicht so lange her. Es war Ostern und ich war für die Feiertage verreist. Als ich in einem Café beim Essen saß, hatte sich am Nebentisch eine Familie niedergelassen, die sich über Gott und die Welt miteinander unterhielt. Kurz bevor sie das Lokal verließen, hörte ich die Mutter sagen: „Guck mal, die arme Frau sitzt ganz allein da!“ Ich fand das nicht nur unhöflich und taktlos, sondern vor allem ziemlich unmöglich! Dann sprach sie mich auch noch an, sagte aufdringlich „Hallo“. Ich ignorierte sie einfach.

Anfangs ärgerte ich mich noch, doch dann sagte ich mir, dass SIE die Bemitleidenswerte ist und nicht ich. Anscheinend hatte sie einfach nicht genug Selbstbewusstsein, um allein in der Öffentlichkeit aufzutreten.

Einzelgänger-schlechtes Image in der „Buddy-Gesellschaft“:

Warum ist ein Einzelgänger in unserer Gesellschaft eigentlich so schlecht angesehen?

Meiner Ansicht nach hat das viel mir Angst und mangelndem Selbstbewusstsein zu tun. In unserer „Crowd-Gesellschaft“ können sich die meisten nicht vorstellen, allein zu sein. Man muss auch eine starke Persönlichkeit besitzen, um es mit sich selbst aushalten zu können. Viele Menschen begeben sich nur in die Gesellschaft anderer, weil sie Angst davor haben, mit sich allein zu sein, sich selbst denken zu hören und evtl. mit unbequemen Dingen aus ihrem Inneren konfrontiert zu werden. Nicht zuletzt wird auch in Filmen und Serien immer wieder ein bestimmtes Bild propagiert. Beispiel: Sex and the City: Immer wieder wird dort das Bild des Sozialversagers geprägt: „Was? Ich kann doch nicht allein in die Oper gehen, was sollen da die anderen denken, die halten mich doch für einen elenden, date-losen Freak!“

Solche Ansichten sind gefährlich, finde ich. Im Grunde sind wir alle allein. Kein Mensch bleibt ewig in unserem Leben, kein Mensch kann uns wirklich von dem befreien, was uns seelische Schmerzen bereitet, kein Mensch kann uns glücklich machen-das können wir nur selbst tun. Nur wir allein können uns geben, was wir wirklich brauchen.

Einige meiner schönsten Erinnerungen sind Erinnerungen an Erlebnisse, bei denen ich allein war. Wenn wir erst einmal erfahren haben, wie schön es ist, allein zu sein, dann wollen wir mehr davon:

  • Mehr Freiheit
  • Mehr Autonomie
  • Mehr „ich bin niemandem Rechenschaft schuldig“
  • Mehr Ruhe und Frieden
  • Mehr „ich kann jederzeit und überall alles tun, was mir gerade Spaß macht“
  • Mehr „Bei-Sich-Sein“ und „Sich-Selbst-Begegnen“

Wenn Ihr es versucht, dann werdet auch Ihr davon beeindruckt sein, was Euch das Alleinsein geben kann.

…und immer dran denken: Allein zu sein ist ein Privileg!

 

Eure Felicitas

Allgemein, Das allgemeine Leben

#TravelDiaries: Home sweet Hometown oder:Staycation-der Selbstversuch

Gestern recherchierte ich mal „in privater Mission“ im Internet und wieder einmal bestätigte sich, was ich schon immer sage: Die Inspiration lauert einfach überall und taucht auf, wenn man am wenigsten damit rechnet!

Nachdem ich schon länger darüber nachdenke, mal bewusst einen Urlaub zuhause zu verbringen kamen mir gestern einige richtig gute Ideen dafür!

Wenn ich verreist war, dachte ich schon öfter:“ Eigentlich gehen wir nur mit wachem Blick und großer Aufmerksamkeit durch die Gegend, wenn wir im Urlaub sind. An einem Ort, der neu für uns ist. Da soll uns nichts entgehen.“ Warum tun wir nicht mal dasselbe in unserer Stadt?

Ich denkt: „ Langweilig“?„Das ist doch kein richtiger Urlaub“? , „unsexy“,  „Da kennen mich alle“?, „Da ist nichts neu“? Lass ich nicht gelten! Erfahrt hier, wie Ihr Eure coole Staycation plant und realisiert.

  • Ein vernünftiges Konzept muss her! Überlegt Euch, wieviel Urlaubsgeld Ihr investieren wollt. Da Ihr keine Anreise- und Übernachtungskosten habt, könnt Ihr mehr Taschengeld veranschlagen. Yippie!
  • Überlegt Euch, was Ihr tun wollt. Es gibt eine Unmenge aufregender Aktivitäten!
  • Oberste Regel einer gelungenen Staycation: Niemals Pflichten, niemals Arbeit, nur Vergnügen! Also: Taucht unter! Telefon aus, Rechner aus( zumindest den E-Mail-Account für die Urlaubszeit vergessen) Haushaltspflichten vorher erledigen. Wenn Ihr verreist seid, macht auch keiner den Hausputz!
  • Und was ist bei Regen? Was soll dann sein? Vergnügen ist wetterunabhängig-stellt Euch einen verregneten, trüben, grauen Tag vor, an dem Ihr gemütlich in Eurem warmen Wohnzimmer sitzt, im Hintergrund läuft leise Eure Lieblingsmusik und Ihr vergesst über einem guten Buch Zeit und Raum…

 

Meine Top -Ten  Staycation – Experiences:

  • Tourist in der eigenen Stadt: Erkunde Deine Stadt als Tourist. Buche eine Stadtführung bei der Tourist-Information Deiner Stadt. Je nach dem, was Dich speziell interessiert kannst Du auch eine Themen-Stadtführung buchen, z.B. Bars und Clubs oder Essen und Trinken oder Architektur…Schau einfach, was Deine Stadt anbietet.
  • Besuche Orte, die Du noch nie zuvor besucht hast. Geh in ein Restaurant, in dem Du noch nie warst oder besuche eine Bar, einen Club etc. Kein Mensch kennt alle coolen Läden seiner City und der zusätzliche Vorteil dabei ist: An neuen Orten begegnest Du neuen Menschen-wenn Du das willst…
  • Mach einen Wellness-Tag! Such Dir ein Day Spa und lass Dir mal so richtig was Gutes tun! ( Massage, Reiki, Gesichtspackung, etc.) Das ist Urlaub für die Seele!
  • Verbringe einen Tag im Grünen! Pack Dir einen Picknick-Korb zusammen, nimm Dir was zu Lesen mit und vergnüge Dich einen Tag lang im Freien!
  • Besuche alle Erlebnisbäder Deiner Stadt bzw. Deiner näheren Umgebung und vergleiche sie miteinander!
  • Tue Dinge, die Du noch nie zuvor getan hast! Veranstalte Deine eigene Premieren-Challenge! Du wirst erstaunt darüber sein, was es Dir geben kann, aus Deiner Komfortzone auszubrechen!
  • Beschäftige Dich mit all dem, wozu Dir im Alltag die Zeit fehlt! Vervollständige für Dich den Satz: „ Ich könnte mal wieder so richtig ausgiebig…“
  • Sitze zu Deinem Vergnügen am Rechner! Viele von uns sitzen nur vor Ihrem Computer/ Notebook, wenn sie arbeiten. Was tust Du am Computer, wenn Du nicht arbeitest?( Facebook und Spielen zählt nicht!) Ich z.B. kann Stunden damit verbringen, Pinterest nach neuen Rezepten zu durchstöbern und dabei Musik zu hören.
  • Stelle Dir Musik für jede Situation zusammen! ( Power-Musik, Date-Musik, Motivationsmusik…)
  • Denke darüber nach, ob Dein Leben schön ist, so wie es jetzt ist oder ob Du etwas verbessern möchtest und wenn ja: Was möchtest Du verbessern und Wie möchtest Du es verbessern?

 

Na, konnte ich Dir Lust darauf machen, mal mit neuer Perspektive auf das Gewohnte zu schauen und dabei völlig neue Erfahrungen zu machen! Ich jedenfalls freue mich schon auf meine Staycation!

 

Folgt doch einfach meinem Beispiel und berichtet mir dann von Eurer Staycation!

 

Eure

Felicitas@originallyme15

 

 

Allgemein, Das allgemeine Leben

#Mindset-Ninja-Strategien, die Dich stark machen:Nass? Kalt? Verregnet? Lies hier, warum der Herbst eine tolle Jahreszeit ist!

 

Dieterle1606-33

Hallo, meine Lieben!

Tja-es ist offiziell: Die Tage werden langsam kürzer,  die Blätter ringsum beginnen, sich zu färben und bei Starbuck´s gibt´s wieder Pumpkin Spice Latte-es ist Herbst! Die Zeit von September bis Silvester/ Neujahr ist für mich persönlich als Liebhaberin der kühleren Jahreszeiten die Schönste des Jahres! Kein Wunder: Ich bin im Herbst geboren und Weihnachten war schon immer mein liebstes Fest! Wie ist es mit Euch? Seid Ihr auch Herbst/Winter-Menschen oder vertretet Ihr eher die Sommer-Fraktion, die sagt: „ Herbst-äääähhh, iiiihhh! Nass, kalt, ungemütlich! Ich will meinen Sommer zurück!“ Dann lasst mich Euch davon überzeugen, wie schön der Herbst sein kann-wenn Ihr ihn Euch schön macht! Wie das geht, verrate ich Euch jetzt:

Lernt Eure vier Wände wieder schätzen!

Jetzt ist die Zeit, um all das zu tun, was sich so wunderbar zuhause tun lässt! Sperrt die Welt aus, verriegelt Eure Türen und…

Lest mal wieder! Es gibt nichts Schöneres, als gemütlich über einem guten Buch zu sitzen und die Zeit zu vergessen, während draußen der Wind ums Haus heult und der Regen meditativ gegen die Fensterscheiben trommelt…

Seid mal so richtig melancholisch und veranstaltet eine „Was- bricht- uns -das –Herz-Matinée“ mit den traurigsten Liebesfilmen aus Eurer DVD-Sammlung! Meine Favoriten sind z.B.

  • Schlaflos in Seattle (…gestern genauso wie heute, genauso wie morgen! Das ist einfach mein absoluter Lieblingsfilm!-Wittwer zieht nach dem Krebstod seiner Frau von Chicago nach Seattle, tut sich sehr schwer mit der Trauerarbeit, sein kleiner Sohn merkt das und hilft auf seine ganz eigene Weise…-Hauptrollen: Tom Hanks, Meg Ryan)
  • Es begann im September ( sehr eindringlicher, ernster Film über die Mai-Dezember-Romanze zwischen einem Playboy und einer todkranken jungen Frau Hauptrollen: Richard Gere und Wynona Ryder-der traurigste und zugleich schönste Film dieser Art, den ich kenne!
  • Zeit der Unschuld( Romanverfilmung, basierend auf dem gleichnamigen Buch von Edith Wharton, Hauptrollen: Daniel Day-Lewis und Michelle Pfeiffer-die Poetische Geschichte einer Liebe, die aus Pflicht-und Verantwortungsgefühl beider Beteiligter nicht gelebt wird, was die Frage aufwirft: “Wieviel ist man bereit, für das eigene Glück zu opfern?“ Ich finde diesen Film unglaublich schön-obwohl er so traurig ist! Beeindruckende Regie-Arbeit von Martin Scorsese, dem sonst eher für extreme, verstörende und intensive Plots bekannten US-Filmregisseur.

Wenn Ihr dann genug geheult habt, macht doch einen Marathon mit Euren Lieblings-Comedyserien und lacht Euch mal so richtig schlapp! Angenehmer Nebeneffekt: Der Körper schüttet Endorphine aus und die machen Laune! Zu meinen Lieblingsserien gehören:

Golden Girls( die liebe ich seit meiner Jugend!) Geschichte über eine WG mit vier „Frauen in den besten Jahren“ und ihre Freuden, Leiden und Dates-zum Schieflachen!

Hör mal, wer da hämmert schöne und echt witzige Geschichte über einen unbegabten Heimwerker mit eigener Fernsehshow und dessen Pleiten, Pech und Pannen-urkomisch!

Und last but not least: Frasier meine absolute Nr.1 ! Intelligenter Humor in Perfektion! Eigenbrötlerischer, leicht arroganter und elitärer Psychotherapeut zieht wieder in seine Heimatstadt Seattle, weil ihm dort eine eigene Radio-Talkshow angeboten wurde. Göttliche und extrem lustige Geschichte um einen neurotischen Psychoanalytiker, seinen noch neurotischeren jüngeren Bruder, der in eigener Praxis arbeitet-ebenfalls als Psychotherapeut und den Vater der beiden-einen Polizisten im Ruhestand, der auf den ersten Blick mit seinen Söhnen so gar nichts gemeinsam hat…

Macht Pläne! Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, darüber nachzudenken, was am eigenen Leben toll und was verbesserungswürdig oder ausbaufähig ist.

Setzt Euch an den Rechner und beschäftigt Euch mal wieder mit Euren Fotos! Ich selbst schaffe das viel zu selten! Da sind noch Millionen von Reise-Erinnerungen, die noch irgendwie verarbeitet werden wollen…

Stellt Euch Musik zusammen! Das steht auf meiner Liste auch schon ganz schön lange! Musik für jeden Anlass: Power-Musik, Motivations-Musik, Schmetterlinge-im-Bauch-Musik- …wenn Ihr an einem verregneten, stürmischen Herbstwochenende nicht die Ruhe und Zeit dafür habt-wann dann?

Stöbert mal ausgiebig im Internet zu allem, was Euch so interessiert! Ich bin am liebsten bei Pinterest unterwegs und suche nach neuen Rezepten.

Experimentiert in der Küche! Sucht Euch ein Rezept, das Ihr schon lange mal nachkochen bzw nachbacken wolltet und setzt es einfach um. Entweder Ihr gewinnt oder Ihr lernt!

Fangt an zu dekorieren! Holt Euch den Herbst ins Haus. Kastanien, Herbstblätter, Getreide, alles, was Gelb-Orange – Rot leuchtet! Das macht das Haus gemütlich und vermittelt Euch Geborgenheit und Wärme.

Beschafft Euch schöne Aromakerzen. Romantisches Kerzenlicht und dann dazu den Duft der Jahreszeit…was gibt´s Schöneres? Ich bin verrückt nach allem, was Aroma hat! Aromakerzen, Tee mit Aroma, Badezusatz mit Aroma-und Parfum sowieso! Ich geb´s zu: Ich bin süchtig! Sagt mir nur, irgendetwas  hätte Aroma und ich kauf´s-ganz ehrlich!

Draußen ist das reinste Gruselwetter? Eine wolkenverhangene Decke des Elends ist der bleigraue Himmel? Zeit, das hauseigene Wellness-Center zu (re) aktivieren! Das lässt sich auch sehr günstig machen! Eigelb und Bier für weiche, glänzende Haare mit schönem Volumen ( bei sehr trockenem Haar nehmt entweder Olivenöl oder eine Mischung aus Olivenöl und Eigelb) Quark und Banane für´s Gesicht-hat viele Mineralstoffe und wenn Ihr 40-prozentigen Quark nehmt ist diese Packung sehr reichhaltig und pflegend! ( perfekt für die kalte Jahreszeit, in der die Haut mehr Fett braucht) Milch und Honig für die Badewanne – oder auch Kräuter, wer mag. Rosenblätter zum Beispiel, oder Lavendel. Wenn Ihr ein wenig Sahne oder Öl ins Wasser gebt, dann könnt Ihr auch ein Aromabad machen( z.B. indem Ihr ätherisches Orangenöl oder Rosenöl oder was immer Euch gefällt mit dazu gebt. Ätherische Öle benötigen jedoch immer eine Trägerflüssigkeit. Im Fall von Wannenbädern am besten neutrales Pflanzenöl oder Sahne)

Tut all die Dinge, die auf Eurer „Mache ich irgendwann mal-Liste stehen, wie etwa den Kleiderschrank ausmisten oder neue Outfits zusammenstellen und weitere Tätigkeiten der Kategorie Ordnung machen und umorganisieren! Hinterher werdet Ihr das angenehme Gefühl der Zufriedenheit spüren, weil Ihr die Zeit sinnvoll genutzt habt!

Lasst es Euch gut gehen! Verwöhnt Euch selbst mit leckerem, heißem Tee, Cookies oder Pumpkin Pie und ähnlichen Wohltaten! Ihr gleicht das ja ohnehin mit Training wieder aus!

Na? Konnte ich Euch Lust auf den Herbst machen?

Ich werde ihn jedenfalls genießen-Ihr hoffentlich auch! Und immer dran denken: Jede Jahreszeit ist das, was Ihr draus macht!

Eure Felicitas

 

 

 

 

 

 

Allgemein, Das allgemeine Leben

#MyStory-Einmal Burnout und zurück

https://fraeulein-stressfrei.de/#MyStressStory – Felicitas

Heute darf ich euch die Geschichte einer wirklich tollen Frau vorstellen. Felicitas hat den steinigen Weg aus einer tiefen Krise geschafft, ist nun voller Energie und möchte auch anderen helfen. Wahnsinn. Lest selbst.

Erzähl uns deine Geschichte, liebe Felicitas.

„Ich selbst habe die „akute Belastungsreaktion“, wie sie im Fachterminus heißt, zwei Mal erlebt. Beide Male waren es unterschiedliche Auslöser. Beim ersten Mal war es Stress, der sich über Jahre in mir aufgestaut hatte.

Wie fühlt sich ein Mensch in einer akuten Lebenskrise?

Bewusst war mir damals nur, dass ich mich schlecht fühlte. Unglücklich. Es wurden von außen Anforderungen an mich herangetragen, die ich nicht erfüllen konnte. Ich wusste nicht wie. Gleichzeitig kam ein enormer innerer Druck dazu. Schon damals hatte ich Gedanken, wie z.B.: „Deine Lebenszeit rennt Dir davon und Du fühlst Dich irgendwie im falschen Film“. Ich wusste nicht, wer ich war, ich wusste nicht, wie ich leben wollte und vor allem wusste ich nicht, was meine Berufung in diesem Leben ist! Ich hatte keine Energie, keine Lebensfreude und keinen Antrieb.Es brauchte nur noch einen weiteren zusätzlichen Belastungsfaktor und mein Limit war erreicht.
Damals war das die Trennung von meiner ersten großen Liebe. Ich brach zusammen. Ich wollte und konnte es nicht mehr ertragen. Ich erinnere mich noch, wie ich in Tränen aufgelöst in der Notaufnahme der Klinik saß und die diensthabende Ärztin anflehte: „Bitte nehmen Sie mich auf, ich kann nicht mehr!“ Sie tat es. Ich war etwa zwei Wochen völlig außer Gefecht gesetzt. An diese Zeit habe ich nur eine sehr schwache Erinnerung. Das Einzige, das ich noch weiß, ist, dass die Krankenschwester regelmäßig herein kam und sagte: „Guten Morgen, versuchen Sie mal, wach zu werden!“.

Kann man die Seele betäuben?

Nach diesen ca. 2 Wochen, die ich im Bett liegend in einer Art Betäubungszustand verbrachte, hatte ich dann langsam das Bedürfnis, aufzustehen und auch essen und trinken wollte ich wieder.
Mein Zustand fing an, sich in die entgegengesetzte Richtung zu entwickeln. Nun schlief ich nicht mehr, sondern wanderte – getrieben von einer starken inneren Unruhe – die ganze Nacht im Gang auf und ab. Dies besserte sich nach etwa einer Woche. Ich war schon immer kritisch eingestellt gegenüber Medikamenten und ich muss sagen, ich bin bis heute meinen sehr verantwortungsbewussten Ärzten dankbar, die mir Medikamente verweigerten, als ich am absoluten Tiefpunkt war. Nach extremer Antriebslosigkeit und darauf folgender heftiger innerer Unruhe bettelte ich um Medikamente – obwohl ich normalerweise niemals freiwillig welche genommen hätte. Ich wollte nicht mehr Achterbahn fahren, ich wollte keinen Schmerz mehr spüren. Ich wollte eine „Lokalanästhesie für meine Seele“, ich wollte mich mal erholen können. Meine Ärztin sagte mir damals: „Sie fangen genau dort wieder an, wo Sie jetzt aufhören. Medikamente lösen Ihre Probleme nicht!“. Einerseits sah ich das ein, andererseits: Es macht sich wirklich niemand eine Vorstellung davon, wie es ist, so einen Zustand einfach aushalten zu müssen. Doch es war richtig so. Was mir letztendlich während dieser Zeit am meisten geholfen hat, war die liebevolle Gemeinschaft, in der ich mich befand. Die Ärzte hatten nicht viel Zeit für uns, also haben wir uns gegenseitig unterstützt.

Die Familie als sicherer Hafen

Ich blieb dann noch eine weitere Woche in der Klinik. Danach kümmerte sich meine Familie noch weitere vier Wochen um mich. Sie nahmen mich zu sich, gaben mir Halt, und die Impulse, die ich brauchte, um wieder auf die Füße zu kommen, sie taten für mich, was sie konnten. Dennoch waren sie sehr oft hilflos, hatten Angst, etwas falsch zu machen und wussten teilweise nicht recht, wie sie mit mir umgehen sollten Und sie waren extrem schockiert und verstört angesichts der Tatsache, dass das überhaupt passiert war. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es wichtig ist, in einer solchen Situation:

  • Schutz,
  • eine stabile Struktur und
  • Zuwendung durch andere Menschen zu haben sowie
  • in seiner Eigenverantwortung gestärkt zu werden.

 

Mein Zusammenbruch im Alter von 27 Jahren lehrte mich, es nie wieder zuzulassen, dass sich derart viel Stress in meinem Inneren aufstaut. Ein akutes Burn out-Syndrom musste ich glücklicherweise nie wieder erleben.

Ich habe gelernt, die Anzeichen zu erkennen und damit es nie wieder passiert, dass sich Stress so aufstauen kann habe ich ein persönliches Mentaltrainingsprogramm entwickelt, das mich schützt. Ich schreibe Tagebuch, ich führe eine „Positiv-Liste“, in der ich festhalte, was am vergangenen Tag Gutes passiert ist und wenn mich etwas belastet, analysiere ich es schriftlich, so kann sich Stress, Schmerz, Wut etc. gar nicht erst ansammeln. Zusätzlich praktiziere ich Entspannungstraining und wenn ich merke, ich werde innerlich unruhig, dann laufe ich sehr lange Strecken.

Meine Erfahrung, dass Menschen während akuter Lebenskrisen keinen adäquaten Platz haben, hat in mir den Wunsch geweckt, etwas gegen dieses Problem zu unternehmen. Derzeit bin ich dabei, im Raum Stuttgart einen Verein zu gründen, der durch Wohltätigkeitsveranstaltungen nach amerikanischem Vorbild Spenden sammeln und davon ein Haus bauen soll, das als akuter Zufluchtsort für Menschen in Lebenskrisen gedacht ist. Näheres erfahrt ihr unter: www.zuflucht-verein.de und bei Facebook.“

 

Was sagt ihr? Wahnsinn, oder? Ich bewundere Felicitas wirklich für ihre Stärke und auch für ihr Engagement.

Falls ihr eure StressStory auch mit uns teilen möchtet, dann schreibt mir einfach eine E-Mail. Alle Infos hierzu findet ihr im Beitrag #MyStressStory.